
Die Basler Kantonalbank hat vor kurzem eine neue Plakatwerbung lanciert. Darin sieht man auf blaugrauem Hintergrund Schlagwörter wie fairmögen, fairerben oder fairantworten. Mir persönlich gefällt das Spiel mit der Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken. Es zeigt auch, wie eine solche intersubjektiv wirkt, aber auch veränderlich bleibt. So ist etwa im Magi Nr 08 vom letzten Samstag zu lesen, dass Sprachlichkeit auf Körperlichkeit beruht. Das Konzept von artifizieller Intelligenz, das darauf beruht, dass eine möglichst komplexe Software in einer höchst leistungsfähigen Hardware ein menschliches Hirn am besten nachzubilden vermag, geht in die falsche Richtung. Ich glaube man hat das Pferd falsch herum versucht zu satteln. So ist Sprache mit allem was dazu gehört, wie Ironie und Ambiguität, mit Supercomputer nicht machbar. Denn solche bleiben weiter von ihren Ausgangsparametern abhängig. Für mich erscheint es plausibel, dass Roboter lernen müssen und man von klein weg anfangen muss. Ähnlich wie in konstruktivistischen soziologischen Sprachmodellen argumentiert wird, wird Realität anhand Wahrnehmung konstruiert. Der Mensch kann nicht anders. Genau hier setzt dann auch das Embodyment der Robotik-Labore an. Da finde ich den von ihnen entwickelten Gedanken überraschend gut. Dass "das Verstehen von Bedeutungen nicht programmiert werden kann, sondern das es sich entwickelt, im Umgang mit der Welt und im Austausch mit andern Mitgliedern einer Sprechgemeinschaft." So wird es erst möglich intelligente Künstlichkeit zu entwickeln und anscheinend braucht dies dann auch keine Terrabytes mehr.
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